Schmallenberg vor dem Wilzenberg
Kapelle auf dem Steimel

Neu gewählte Pfarrgemeinderäte auf dem Weg

Wahl des Gesamtpfarrgemeinderates und Aussendung am Christkönigstag

Wie alle wichtigen Ereignisse im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe (Gründung des Pastoralverbundes; Verabschiedung der Pastoralvereinbarung; Start der gemeinsem Homepage...) fiel auch der Start der neuen Pfarrgemeinderäte auf den Christkönigstag. In der Messfeier am Sonntagabend wurden die neugewählten Mitglieder der Pfarrgemeinderäte, über 100 an der Zahl, von Pfarrer Georg Schröder mit Gottes Segen auf den Weg in die nächsten vier Jahre gesandt. Gleichzeitig wurden mit großem Dank die bisherigen Vertreter aus ihren Ämten verabschiedet.

Zuvor waren die Vertreter/innen aus den PGR‘s, die in den nächsten vier Jahren den Gesamtpfarrgemeinderat bilden, ins Schmallenberger Alexanderhaus eingeladen, um dort aus ihrer Runde Sprecher für den Pastoralausschuss zu wählen.

Die gewählten auf dem Foto: (v. l.): Reinhard Schulte Fredeburger Land); Georg Schröder, (Pfarrer); Stefan Beckmann, (Schmallenberger Land); Angelika Schauerte (Wilznberg); Stefan Heinz (Esloher Land); Bernadette Klens, (Gemeindereferentin) und Michael Hellermann (Dorlar-Wormbach).

Zur Eucharistiefeier um 18 Uhr in der St. Alexander-Kirche waren dann alle neugewählten und bisherige Pfarrgemeinderäte herzlich willkommen. Der gemeinsame Gottesdienst sollte der Bestärkung dieser Frauen undMänner dienen, dass sie sich hoffnungsvoll und mutig auf den Weg machen können, christliches Leben in den 28  Gemeinden des Pastoralverbundes lebendig mitzugestalten.

Modellprojekt „Entwicklung der ehrenamtlichen Mitverantwortung“

Neue Wege gehen in den Pfarrgemeinderäten

Die Entdeckung von unbekannten Meeren, von denen keine oder nur ungenaue Karten existieren, übernehmen am besten einige Kundschafter mit „Pioniergeist“. Von den Wegen, die sie zwischen Untiefen, Klippen und Meerengen hindurch finden, profitieren alle diejenigen, die nach ihnen segeln und die neue Wege zu festen Routen werden lassen.

So lässt sich – bildlich gesprochen – das Anliegen eines Modellprojektes zusammenfassen. Konkret geht es hier aber nicht um Segeln und Schiffe, sondern darum, wie in Zukunft „ehrenamtliche Mitverantwortung“ gestaltet werden kann. Dass die Suche nach neuen Formen notwendig ist, wurde spätestens auf der Pastoralwerkstatt im Jahr 2013 deutlich. Mehrere Empfehlungen, die von den Teilnehmern aufgeschrieben wurden, griffen die Verantwortung und Struktur von Gremien auf. Es wurde deutlich benannt: Es kann und soll nicht einfach alles so fortgeführt werden, wie es bisher war. Die konkrete Beschreibung eines Modellprojektes ein Jahr später im Rahmen des Zukunftsbildes1 verknüpft das Anliegen mit Partizipation, die als Schlüsselthema künftiger Pastoral beschrieben wird. Die bestehenden (Gesamt-) Pfarrgemeinderäte, Pastoralverbundsräte und Kirchenvorstände sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, aber um weitere Formen der Mitverantwortung ergänzt werden.
Der Grund dafür liegt aber nicht nur in den Empfehlungen der Pastoralwerkstatt. In den vergangenen Jahren wurden einige Studien veröffentlicht, die deutlich machen: Menschen engagieren sich in Bereichen, die ihnen wichtig sind – und wenn die Rahmenbedingungen für sie passen und attraktiv sind. Durch berufliche Belastungen steht aber weniger Zeit zur Verfügung, die deshalb sehr bewusst eingesetzt wird. Zunehmend mehr  Menschen engagieren sich zudem lieber für ein begrenztes Projekt, statt sich auf längere Zeit an eine Aufgabe zu binden. Die Idee war also, nach „Kundschaftern“ zu suchen. Im Oktober 2016 wurden in einem Brief an alle (Gesamt) Pfarrgemeinderäte, Kirchenvorstände und Pastoralteams Vorschläge zu möglichen Wegen gemacht und zur Teilnahme am Modellprojekt eingeladen.
Der Pastorale Raum Schmallenberg- Eslohe hat sich entschlossen, diesen Weg zu gehen; neben weiteren Gemeinden, die ebenfalls auf diesem Weg sind:

  • der Pastorale Raum Arnsberg
  • der Pastoralverbund Balve-Hönnetal
  • der Pastoralverbund Balve - Hönnetal
  • die Pfarrei St. Elisabeth, Bielefeld
  • die Pfarrei St. Johannes Bapt., Neheim und Voßwinkel
  • die Pfarrei St. Andreas, Velmede

Die Beteiligten vor Ort bringen in das Modellprojekt eigene Anliegen ein; grundsätzlich sollen aber Antworten auf folgende Fragen gefunden werden:

  • Unter welchen Bedingungen sind Menschen auch in Zukunft bereit, Verantwortung zu übernehmen? 
  • Wie kann das Engagement als Bereicherung erlebt werden – für den eigenen Glauben und die Gottesbeziehung und das Leben insgesamt? 
  • Wie können die Motivationen der Menschen aufgegriffen werden?
  • Wie kann unterstützt werden, dass Aufgaben den Fähigkeiten und Neigungen der Menschen entsprechen?
  • Wie kann ein Ehrenamt so gestaltet werden, dass es nicht zur Überlastung wird? Das beinhaltet, eventuell Projekte zu beenden und Platz für Neues zu schaffen – obwohl das „doch schon immer der Pfarrgemeinderat gemacht hat“.
  • Wie können wir als Christen Verantwortung für alle Menschen übernehmen und verhindern, dass wir uns „abkapseln“?
  • Welche Wege sind nötig und möglich, um möglichst viele Menschen zu beteiligen?
  • Wie kann Selbstorganisation gefördert werden? Was braucht es dazu?

Antworten auf diese Fragen erscheinen besonders wichtig für die Gestaltung der Zukunft. In kommende Weichenstellungen sollen die Erfahrungen aus dem Modellprojekt einfließen.Ein spannender Weg, der in der nächsten Zeit begonnen werden wird!

Aus: Dom-Magazin Pfarrgemeinderatswahlen 2017


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