Kornfeld
Gotteslob

„Pilger der Hoffnung“

Fußwallfahrt von Arpe nach Werl 04. - 06. Juli 2025

Rundum zufrieden zeigten sich 30 Pilgerinnen und Pilger sowie Christopher und Luc als Sanitäter des Malteser Hilfsdienstes und Reinhold als Fahrer des Begleitfahrzeuges zum Abschluss der diesjährigen Fußwallfahrt.

„Rundum alles gut gelaufen“ bilanzierte auch Wallfahrtsleiter Hubert Sapp in kurzen Worten die diesjährige Pilgerwanderung und den Aufenthalt in Werl.

Diese kurzen und positiven Rückmeldungen beinhalten aber weit mehr als ein Einfaches „Alles gut“. Die Rückmeldungen beinhalten zum einen, dass der äußere Rahmen und die Organisation der der Wallfahrt hervorragend waren. Sehr gut vorbereitete Rastplätze, sehr gut vorbereitete Übernachtungsmöglichkeiten in Westenfeld und in Werl, ein ausgeklügelter Zeitplan und Witterungsbedingungen, die kaum hätten besser sein können. Zum anderen bedeutet eine „Rundum-Zufriedenheit“, dass die Wallfahrt auch inhaltlich und damit im Kern des Ganzen gut war.

Den Inhalt der Wallfahrt machten nicht nur die unter dem Leitwort „Pilger der Hoffnung“ vorgetragenen Texte und Impulse an einzelnen Stationen aus, sondern vielmehr auch die Begegnungen mit Gastgebern und Gastgeberinnen unterwegs: ein Aussendungsgottesdienst mit ermutigenden Worten von Pastor Schulte, Mittagsrast im Schatten unter dem großen Vordach eines Sägewerks in Kückelheim, eine unübertroffene Kaffeetafel in Meinkenbracht, ein herzlicher Empfang mit Glockengeläut, Orgel- und Gitarrenspiel sowie warmherzigen Worten in Westenfeld. Dazu die angebotenen privaten Übernachtungsmöglichkeiten mit persönlicher Betreuung, ein leckeres Abendessen und reichhaltiges Frühstück im Gasthof Funke, Kaffeepause in Wennigloh, Mittagessen mit erfrischendem Erdbeerquark in Hüsten oder die letzte Rast mit wohltuendem Tee auf der Blumenthaler Haar. Dazu kurze Gespräche, zustimmendes Winken und freundliche Blicke von Anwohnern und Passanten entlang des Weges. „All diese Menschen sind Teil der Wallfahrt, sie schließen sich uns an!“ beschreibt Hubert Sapp diese Gemeinschaft.

Den Höhepunkt bildet sicher die Ankunft in Werl mit dem herzlichen Empfang und dem feierlichen Einzug der Gruppe mit Glockengeläut und ergreifendem Orgelspiel in die Basilika- ein emotionaler Momente für alle Pilgerinnen und Pilger aber auch für die Verwandten und Bekannten, die mit dem Pkw nach Werl angereist waren, um dies mitzuerleben.

Das Patronatsfest mit seiner Eröffnungsandacht, der Lichterprozession am Abend und dem Festhochamt sonntags machten die Pilgerreise letztendlich nicht nur äußerlich zu einem Fest der Begegnung sondern für viele sicher auch persönlich zu einem Moment innerer Ruhe, der Einkehr und der Besinnung. Dass Reinhard Kardinal Marx, Bischof von München und Freising, der mit seiner Predigt den aktuellen Zustand der katholischen Kirche beschrieb und darauf aufbauend den Kern des christlichen Glaubens beschrieb und so alle in einen hoffnungsvollen Alltag und eine hoffnungsvolle Zukunft entließ, bei mittäglichen Pilgertreffen die Blasmusik dirigierte, zeigte deutlich seinen westfälischen Ursprung und seine Weltoffenheit.

Dass diese Fußwallfahrt nach wie vor begeistert, zeigen auch die Ehrung der Jubilare, die seit vielen Jahren den Weg nach Werl mitlaufen:

Christopher Sapp        20 Jahre Begleitung Malteser Hilfsdienst

Florian Baust              20 Jahre

Norbert Sapp              40 Jahre

Hubert Sapp               40 Jahre

Mit Blick auf die Zukunft der Arper Wallfahrt ist anzumerken, dass sich eine Pilgerin allein mit ihrem Fahrrad auf den Weg nach Werl gemacht hat, um dabei zu sein. „Das ist eine schöne Idee, die auch all diejenigen nutzen können, die den weiten Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen können, aber für eine Fahrradtour nach Werl noch fit sind.“ ermutigt Hubert Sapp diejenigen, die nach einer solchen Möglichkeit gesucht haben. Ein neuer, zusätzlicher Anreiz für die Wallfahrt im kommenden Jahr.