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Valentinsmesse am 16. Februar

Empfang in diesem Jahr am 2. März

Seit nahezu 300 Jahren wird der Bischof Valentin als Stadtpatron Schmallenbergs verehrt. Sein Ehrentag, der 14. Februar, war für die Schmallenberger stets ein Anlass zur Begegnung mit Freunden und Verwandten. Deshalb lädt der Schmallenberger Bezirksausschuss in diesem Jahr  am Samstag, den 16. Februar zur feierlichen Hl. Messe mit Abt Aloysius Althaus OSB von der Abtei Königsmünster und Pfarrer Georg Schröder um 18.30 Uhr in die Pfarrkirche Schmallenberg ein. Der Gottesdienst wird musikalisch mitgestaltet vom Schmallenberger Chor unter der Leitung von Martin Rickert und der Stadtkapelle Schmallenberg unter der Leitung von Michael Hoffe. 
Auch das Gedenken an die heilige Agatha von Catania, Schutzpatronin der Feuerwehr, ist in Schmallenberg seit vielen Jahren guten Brauch. Deren Ehrentag ist am 5. Februar. Mit der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes soll auch 2019 diese Tradition aufrecht erhalten werden.

Aufgrund des 775-jährigen Stadtjubiläums findet in diesem Jahr nach der hl. Messe ausnahmsweise kein Empfang im Alexanderhaus statt. Stattdessen sind alle Bürgerinnen und Bürger am Samstag, den 2. März ab 17 Uhr recht herzlich zum Festakt und Bürgerball in die Stadthalle Schmallenberg eingeladen.

Zur Geschichte des hl. Valentin: Die Kirche kennt ursprünglich drei Heilige dieses Namens, derer sie am 07. Januar und am 14. Februar gedenkt. Am 14. Februar, dem in Schmallenberg begangenen Patronatstag, verehrt sie zwei Märtyrer dieses Namens, die jedoch identisch sein dürften.
Valentin, Märtyrerpriester in Rom, starb dort im Jahre 269 n. Chr. und heilte kurz vor seinem Tode ein blindes Mädchen, und Valentin, Märtyrerbischof von Terni, unweit von Rom, wurde 273 in Rom hingerichtet und heilte kurz vor seinem Tode einen Krüppel. Die Legenden beider verschmolzen in der Verehrung des Volkes zum Bild eines machtvollen Krankheitshelfers, der schließlich im Mittelalter zum Patron gegen die Fallsucht (Epilepsie) und Pest wurde, der Augenleidende und Gichtkranke heilte, aber auch von den Verlobten, den Reisenden, der Jugend und den Bienenzüchtern angerufen wurde.
Von den Schmallenbergern wird - und zwar wohl schon seit dem 17. Jahrhundert - der 14. Februar im Gedenken an den Märtyrerbischof von Terni begangen, als Tag der inneren Einkehr, der Begegnung mit Freunden und Verwandten, als Familienfeiertag.
Innerkirchlich ist jedoch die Stellung des HI. Valentin als "Patronus loci" - neben der des HI. Alexander - nicht unumstritten. Das Erzbischöfliche Generalvikariat in Pa­derborn beschied im Jahre 1938 eine Anfrage des damaligen Pfarrers Rörig ablehnend, Valentin sei nicht der Ortspatron Schmallenbergs, wiewohl die beiden ihm geweihten Heiligenhäuschen "Unterm Werth" und an der Obringhauser Straße, sowie das Vorhandensein einer Pfeilerstatue, des Valentin-Altars in der Pfarrkirche und die traditionelle Verehrung in Schmallenberg andere Rückschlüsse zulassen.
Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das Ende des vergangenen Jahrhunderts von dem Düsseldorfer Künstler Prof. Luis Feldmann gemalte Bildnis des Heiligen, das heute den Valentins- Altar in der Pfarrkirche ziert, der als Seitenaltar vor der Mitte des vergangenen Jahrhunderts an die Stelle eines bis dahin dort vorhandenen Nikolaus-Altars trat.
Ein weiteres Zeichen für die in der Bevölkerung tief verwurzelte Verehrung sind die wiederholten Bemühungen um den Erwerb einer Reliquie. Schließlich gelang es im Jahre 1956 dem damaligen Pfarrer Stephan Ernst in Verbindung mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn und dem zuständigen österreichischen Bistum, eine Reliquie vom Oberarmknochen des Hi. Valentin aus dem Altar der Stadtpfarrkirche Wolfsberg/Kärnten zu erhalten. Sie wurde am ersten Fastensonntag des Jahres 1956, dem Sonntag nach dem Namensfest des Heiligen, im Reliquienschrein des Valentin-Altars in der Pfarrkirche beigesetzt.
Bereits im Jahre 1910 wurde in dem damals noch im Entstehen begriffenen und auf den Namen Valentins getauften Krankenhaus eine Hauskapelle eingerichtet, die ebenfalls diesem Heiligen geweiht war.
Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die 1974 errichtete Valentin-Apotheke sowie die 1978 erfolgte Umbenennung der städtischen Förderschule für Lernbehinderte (die in der Zwischenzeit allerdings schließen musste) in Valentin-Schule.

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