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Indien - ein Land der Vielfalt und der Gegensätze

Bericht einer Reisegruppe aus dem pastoralen Raum

Anfang 2018 besuchte eine Gruppe von 31 Personen aus dem Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe für zwei Wochen eines der interessantesten und lebendigsten Länder der Welt - Indien. Vikar Sinto Kareparamban aus dem pastoralen Bereich Wilzenberg organisierte diese Pilgerreise in seine Heimat.

Die erste Woche verbrachte die Gruppe im Südwesten im Bundesstaat Kerala. Dort in Thrissur, der Heimatstadt von Vikar Sinto Kareparamban, konnte sie seine Familie kennenlernen und hatte die Möglichkeit, in seiner Heimatgemeinde einen Gottesdienst mitzugestalten. Vikar Sinto  zeigte sein ehemaliges Priesterseminar, ein großes Exerzitienzentrum und die Ankunftsstelle des Apostels Thomas, der hier die erste christliche Gemeinde gründete. Besuche eines Kinder- und eines Behindertenheims standen ebenfalls mit auf dem Programm.

Bei einer Fahrt auf einem Hausboot in den Backwaters, einem verzweigten Wassernetz im Hinterland, der Besichtigung einer Tee-, Kaffee- und Gewürzplantage sah man Keralas beeindruckende Landschaften. Ein Ritt auf einem Elefanten rundete die erste Woche ab.
Anschließend ging es per Flugzeug weiter wir in die ehemalige Hauptstadt der Briten in Indien, nach Kalkutta. Man besuchte die Wirkungsstätte von Mutter Theresa und feierte auch dort die Heilige Messe. Das Victoria Memorial, zu Ehren der Kaiserin Indiens erbaut, und viele Kolonialbauten standen im deutlichen Gegensatz zu der hier sichtbaren Armut und Verschmutzung.
Das „Goldene Dreieck“ im Nordwesten war der touristische Höhepunkt der Reise. Jaipur, die Hauptstadt Rajasthans, ist berühmt für ihre rosa gefärbte Altstadt, der „Pink City“ mit seinem „Palast der Winde“. Abends unternahmen die Gruppe eine abenteuerliche Fahrt mit einer Fahrrad- Rikscha durch den Feierabendverkehr.
Große historische Stadtanlagen und verschiedene Forts konnten einen Einblick in die Herrschaft der Moguln geben. Das Taj Mahal, ein Mitte des 17. Jahrhunderts erbautes Mausoleum  für die Lieblingsfrau eines Moguln - Herrschers, erstrahlt in weißem Marmor als der wohl teuerste Liebesbeweis aller Zeiten in vollkommender Schönheit. Auch Bollywood durfte nicht fehlen - in Agra wurde die schöne Liebesgeschichte als Musical dargestellt.
In Delhi beeindruckte besonders der Straßenverkehr mit dem obligatorischen Hupen. Alle auch nur erdenklichen Fahrzeuge fuhren durch die Straßen der Hauptstadt Indiens. Der Qutb Minar, ein 73 m hohes Minarett aus dem 13. Jahrhundert, gilt neben dem India Gate als Wahrzeichen der Stadt. Man besichtigte eine Moschee, einen großen Hindu - Tempel und einen Sikh - Tempel. Überall in diesem Land leben die verschiedenen Religionen nebeneinander und bereichern die kulturelle Vielfalt.
Auf dieser Reise konnte die Gruppe nur einen kleinen Teil des Landes kennenlernen. Die Mischung aus freundlichen Menschen in bunten Saris, scharfem Essen mit exotischen Gewürzen, aber auch mit der Armut direkt neben den Luxushotels, und das unglaubliche Spektrum von Kultur und Natur haben die Reisenden aus dem Sauerland sehr beeindruckt. Eine Zeit, die wohl für alle unvergessen bleiben wird.

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