Kornfeld
Decke Wormbach

Wilzenbergwallfahrt 2021

Pfarrgemeinde St. Georg Grafschaft lädt ein

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Termine der diesjährigen Veranstaltungen und Gottesdienste auf dem Wilzenberg:

 

Folgende Punkte sind bei allen  Messteiern zu beachten:

Der Veranstalter entscheidet, ob die Gottesdienste stattfinden können!

Hinweis: 
An den Sonntagen wird 5 Minuten vor dem Gottesdienst der Weg zur Kapelle für den PKW-Verkehr gesperrt. Parkgelegenheiten sind auf den beiden Parkplätzen 500 m bzw. 1500 m von der Kapelle entfernt.

Kontakt: 
KATH. PFARRGEMEINDE ST. GEORG GRAFSCHAFT im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe 
Pastor Ulrich Stipp, Oberkirchen, Tel. 02975-1067

Einen Flyer mit den Terminen können Sie hier herunterladen: Wilzenbergwallfahrt 2021

Die Wallfahrtstätte auf dem Wilzenberg…

Wir können annehmen, dass die Mönche des Klosters Grafschaft schon im Mittelalter auf dem Wilzenberg eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes errichteten. Diese Kapelle wird erstmals im Jahr 1543 erwähnt. Nach mehrfachen Reparaturen musste sie im Jahr 1632 abgebrochen werden. An ihrer Stelle erbaute der aus Grafschaft stammende Baumeister Tonnies (Anton) Sporing 1633 eine neue Kapelle, die heutige Marienkapelle, die noch einmal im Jahr 1773 und zuletzt 1914 umgebaut und erweitert wurde. Die Seitenwände der Kapelle werden von zwei Heiligenfiguren geschmückt, und zwar des hl. Antonius von Padua (rechts) und des hl. Franz Xaver (links). Zwei weitere Holzfiguren sind am Altar angebracht, nämlich St. Johannes des Täufers (links) und St. Magdalena (rechts). Es handelt sich hier um Nachbildungen aus dem Jahr 1986, denn die Originalfiguren aus dem Jahr 1672 wurden 1974 leider gestohlen. Im Jahr 1773 wurde die Wallfahrtsstätte auf dem Wilzenberg durch einen Kreuzweg erweitert. Er ist ein Werk des Baumeisters Josef Singer aus Grafschaft. 

Die durch Witterungseinflüsse stark angegriffenen Bilder wurden im Jahr 1936 durch witterungsbeständige Tonreliefs ersetzt. Die Kreuzigungsgruppe an der Kapelle bildet die 12. Station. Sie bestand ursprünglich aus fünf Figuren: Jesus, die beiden Schächer zu rechten und linken, und unter dem Kreuz stehend, Maria und der Apostel Johannes. Die beiden letztgenannten Figuren wurden 1934 entfernt und befinden sich heute in der Pfarrkirche zu Grafschaft. Die Christus-Figur und die der beiden Schächer wurden 1995 zum besseren Schutz vor Witterungseinflüssen in der Wallfahrtskapelle untergebracht (über der Eingangstür). Nur wenige Schritte von dort entfernt sehen wir die 14. Kreuzwegstation. Sie wird als das Heilige Grab bezeichnet.  Die Grablegung Christi ist auf einer schrankartigen Holzkonstruktion an der Rückwand der Grabkapelle als Malerei dargestellt. Das aus dem späten 18. Jahrhundert stammende Bild wurde im Jahr 1991 gründlich restauriert. 

Hinter der Marienkapelle – nach Osten hin – wurde in den Jahren 1937/38 eine Grotte in den Fels geschlagen und eine Sandsteinfigur des heiligen Antonius von Padua aufgestellt. Die Schaffung der Grotte und die Anbringung der Figur sind Zeichen der besonderen Verehrung des Heiligen aus Padua. 

Neben der Marienkapelle gehört das weithin sichtbare Bergkreuz zu den ältesten Zeugnissen der Wallfahrtsstätte auf dem Wilzenberg.  Nach der Überlieferung ließ der Grafschafter Abt Gabel Schaffen im Jahr 1626 ein Kreuz von 70 Fuß Höhe auf dem Berg aufstellen. Das Wind und Regen besonders stark ausgesetzte Kreuz musste mehrfach erneuert werden. Das 28 m hohe Bergkreuz wurde im Jahr 1972 aus Anlass der 900-Jahr-Feier von Kloster und Dorf Grafschaft in Holzleimbinderkonstruktion errichtet. 2015 wurde es durch eine Stahlkonstruktion erneuert.