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Taufe

Auf dem Weg zur Krippe…

Fotos von Krippen aus verschiedenen Gemeinden


Schon im letzten Jahr zu Weihachten – an Corona hatte da noch niemand gedacht – entstand die Idee, für alle, für die der Weg zur Kirche und damit auch zur Krippe zu mühsam ist, die Fotos der verschiedenen Krippen hier auf der Homepage zu zeigen. Etliche Fotos sind dann in den Wochen nach dem Jahreswechsel hier angekommen und können in diesem Jahr dann online gesehen werden.

Es sind noch nicht aus allen Gemeinden Fotos vorhanden, vielleicht kann diese „Online-Ausstellung“ hier Anregung sein, mit dem Fotoapparat zur heimatlichen oder benachbarten Krippe zu gehen, ein paar schöne Fotos zu machen und sie an die Homepageadresse zu schicken: homepage@pvse.de.

Es gibt auch noch nicht zu allen Krippen eine Beschreibung; auch die kann noch nachgeliefert und die Krippenfotos damit ergänzt werden. 

Viel Freude beim Krippenbesuch „online“


Die Krippe in St. Alexander in Schmallenberg

Eine kleine Krippengeschichte

Der damalige Pfarrer, Stefan Ernst, berichtete bei seinem Amtsantritt im Jahre 1953, dass sich zwei Krippen in der Kirche befunden haben. Es handelte sich dabei um eine  Krippe von Greitemann und eine aus Sperrholz gearbeitete aus der Nachkriegszeit. 

Als Pfarrer Ernst diese Krippen zu Gesicht bekam, beschloss er zugleich, eine neue anzuschaffen. Diese sollte „theologisch richtig, künstlerisch wertvoll sein, die Kinder begeistern und die Alten anziehen.“

Der Kunsthistoriker Professor Dr. Alois Fuchs machte Pfarrer Ernst auf den Bildhauer Bernhard Hartmann aus Linteln bei Warendorf aufmerksam. Für diesen Auftrag wurde ihm aus der Schmallenberger Gemeinde das Lindenholz zum Schnitzen der Figuren angeboten. Er suchte sich jedoch das Material selbst aus, und zwar noch auf dem Stamm, schlug die Bäume eigenhändig zu einer Jahreszeit, da sie möglichst saftlos waren, und schnitzte die Krippenfiguren aus verleimten Stücken.

Die Krippe umfasst neben dem großen Stall, Maria, Josef und das Jesuskind, Ochse, Esel, zwei kleine Engel, Verkündigungsengel, einen Stern, 15 Einzelschafe, zwei Hirten, zwei Hirten mit Schafen auf dem Arm, ein Lagerfeuer, eine Frau und Kind, ein Kind mit Hund sowie die Hl. Drei Könige mit Kamel und Kameltreiber. Bernhard Hartmann führte bei der Einweihung 1955 aus, dass diese -  aus Lindenholz geschnitzten Figuren -  im Rahmen der dem Kirchenraum angepassten Gesamtkomposition eine Wärme und Innigkeit ausstrahlen, die zur Andacht stimmen soll. Die schlichte Kunst des Künstlers geht nicht auf äußere Effekte aus und stellt das Werk in seiner Einmaligkeit bewusst in den Rahmen der sauerländischen Landschaft und ihrer Bewohner. Auch die Fachwerkfassade weist darauf hin. Es ist die Schmallenberger Weihnachtskrippe, die alle anspricht. Der aufgrund seiner warmen Unmittelbarkeit so vorteilhafte Gesamteindruck wird durch eine nähere Betrachtung der einzelnen Details und Figuren keineswegs gestört, sondern eher noch vertieft. Die hl. Familie mit dem Christkind in der Krippe befindet sich nicht im Stall, der als Anbau eines Bauernhofes, der an ein westfälisches Gehöft erinnert, zurückgeschoben ist und so dazu beiträgt, die zentrale Bedeutung der im Mittelpunkt stehenden Krippe mit dem Gotteskind, seiner Mutter und hl. Josef noch zu unterstreichen. Bei den geschnitzten Figuren liegt der Ausdruck vor allem in der Gesichtsformung und der Handhaltung. Die Gewänder sind nur durch kräftige Linien angedeutet. Sie ist auch hingestellt in die Angst und Not, die Hast und Bedrängnis dieser aufgewühlten Zeit, der sie den Frieden der bethlehemilischen Fluren bringen und so alle bereichern und beschenken will. Für den aufmerksamen Betrachter geht eine besinnliche und beglückende Ruhe von dieser Krippe aus, die eine Zierde der Schmallenberger Pfarrkirche und des Sauerlandes genannt werden darf, sicherlich eine der schönsten Krippen im Sauerland.

Nach einem Text von Helmut Voß (2014)


Die Krippe in St. Georg, Bad Fredeburg

Eine „Advents- und Weihnachtskrippe“ mit wöchentlich wechselnden adventliche Szenen

Eine weitere heimatliche Krippe mit ortsbezogener Hintergrundmalerei, Fachwerkhaus, Burgruine und in Szene gesetzte Ankleidefiguren ist in der Pfarrkirche St. Georg Bad Fredeburg vom zweiten Adventssonntag bis vor Maria Lichtmess zu bewundern.

Sie zeichnet sich dadurch aus, dass hier das Weihnachtsgeschehen durch wöchentlich wechselnde adventliche Szenen vorbereitet wird: Der Verkündigung des Engels an Maria folgt die Herbergssuche. Höhepunkt ist die Geburt Jesu mit der Verkündigung des Engels an die Hirten. Danach die Anbetung der Hirten und die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Mit der Flucht nach Ägypten enden dann in der Woche vor Maria Lichtmess die biblischen Szenen

Ein paar Zeilen aus der Geschichte der Bad Fredeburg Krippe

Der Erbauer der Bad Fredeburger Krippe, Reinhard Schulte, ließ sich von dem Hl. Franz von Assisi zugeschriebenen Leitspruch: „ Baut eure Krippen zur Ehre Gottes, aber baut sie, wie eure Heimat ist“ leiten, um das „ Euch ist der Heiland geboren…!“ den Krippenbetrachtern nahe zu bringen.

In den 30 Jahren ihres Bestehens entwickelte sich die Gestaltung der Krippe immer weiter So wurde z. B. im letzten Jahr ein ausdrucksstarker, ortsbezogenen Hintergrund gemalt von Jost Pieper, einem Bad Fredeburger Künstler.

Die 60 cm großen Krippenfiguren aus Ton mit beweglichen Gelenken, die eine individuelle Darstellung verschiedener Krippenszenen zulassen, sind von einem Künstlerehepaar aus Königswinter in den 1960er Jahren angefertigt worden. Die Bekleidung entstand in Eigenarbeit von der Paramentengruppe der Gemeinde.

2003 wurde die Krippe auf Anregung des damaligen Vikars, Andreas Kreutzmann, vom alten Standort, der Taufkapelle hinten in der Kirche nach vorn ins rechte Seitenschiff verlegt. So ist sie schon beim Eintritt in die Kirche gut zu sehen. Der neue Standort hat aber auch eine christliche Bedeutung: Die Krippe, als lebendiger Ort der bildhaften Verkündigung des Glaubens, steht nun in enger Nachbarschaft mit dem Altarraum.

So wird die Verbindung zwischen der Menschwerdung Christi in einem Stall und der Gegenwart Christi heute, in der Eucharistiefeier deutlich. Die Aufnahme, die der neugeborene Sohn Gottes bei den Personen der Heiligen Nacht findet, bei Maria und Josef, den Hirten und den Königen, soll ein Vorbild für die feiernde Gemeinde sein, Christus auch in ihr Leben aufzunehmen.

Und alle Jahre freuen sich - neben den Erwachsenen - vor allem die Kindergartenkinder darauf,  diese lebendige Krippe anzuschauen.    
R. Schulte

Die Pfarrkirche ist in der Woche von 9 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen mit Beginn der Heiligen Messe geöffnet.


Krippen in Altenilpe

Krippe in der St. Luzia Kirche und der St. Blasius Kapelle

Krippe St. Luzia
Krippe Blasius Kapelle
Krippe St. Luzia Krippe Blasius Kapelle


Die Krippe in St. Peter u. Paul, Eslohe


Die Krippe in St. Gertrud, Oberkirchen

Krippe Oberkirchen
Krippe in Oberkirchen
Krippe in Oberkirchen
Krippe OberkirchenKrippe in OberkirchenKrippe in Oberkirchen

Die Krippe in der Lüttmecke in Oberkirchen

Krippe Luettmecke 2021
Krippe Luettmecke 2021

Ziel vieler Gäste und Einheimischer

Eine lebendige Krippenlandschaft auf über 60 qm

Regelmäßig zur Weihnachtszeit - vom hl.  Abend bis Maria Lichtmess am 2. Februar - wird in der Lüttmecke in Oberkirchen durch die Familie Schauerte eine große Weihnachtskrippe aufgebaut. Sie ist für jedermann zu jeder Zeit zugänglich und darf gerne bestaunt werden. Viele Einheimische und Gäste machen einen Spaziergang vom Ort bis zur Familienkrippe in der Lüttmecke.

Zur Geschichte dieser besonderen Krippe: 1992 hat Ewald Schauerte damit begonnen, alte, defekte Krippenfiguren, die früher in der Pfarrkirche gestanden hatten und dann auf dem Dachboden des Pfarrheims verstaubten, zu reparieren und neu einzukleiden. Waren das zunächst nur die Figuren der hl. Familie, wurden es im Laufe der Jahre immer mehr Figuren, so dass die Krippe bis heute zu einer lebendigen Krippenlandschaft auf über 60 qm angewachsen ist.

Normalerweise findet am zweiten Sonntag im Januar dort auch ein Fest rund um die Krippe statt.


Die Krippe in St. Cyriakus, Berghausen


Krippe in St. Nikolaus, Cobbenrode


Die Krippe in St. Georg, Grafschaft

Krippe St. Georg, Grafschaft
Krippe St. Georg, Grafschaft
Krippe St. Georg, GrafschaftKrippe St. Georg, Grafschaft

Die Krippe in der St. Bonifatius-Kapelle in Schanze


Die Krippe in Herz-Jesu, Gleidorf

Krippe Gleidorf 1
Krippe Gleidorf
Krippe Gleidorf
Krippe Gleidorf 1Krippe GleidorfKrippe Gleidorf


Die Krippe in St. Antonius, Fleckenberg


Die Krippe in St. Antonius, Bremke

Die Krippe in St. Hubertus, Kückelheim


Die Krippe in St. Sebastian, Salwey

Die Krippe in St. Hubertus, Nordenau

Die "höchste" Krippe im Pastoralverbund

Krippe Nordenau
Krippe Nordenau


Die Krippe in St. Pankratius, Reiste


Die Krippe in St. Cäcilia, Wenholthausen


Die Krippe in St. Peter u. Paul, Wormbach


Die Krippe in St. Michael, Holthausen

Krippe St. Michael Holthausen
Krippe St. Michael Holthausen

Die Geschichte der Krippe in der St. Michaels-Kirche Holthausen

Die Krippenfiguren der Krippe in der St. Michaels-Kirche wurden im Jahr 1959 durch den damaligen Dorfpriester, Vikar Wilhelm Göddeke beschafft, nachdem die alten Gipsfiguren unansehnlich geworden waren.

Bei den ausdrucksstarken Figuren in der Größe von 60 cm handelt es sich um Werke der Oberammergauer Holzschnitzkunstwerkstätte Georg Lang-Selig-Erben, die mittlerweile für über 230 Jahre hochwertige Oberammergauer Holzschnitzkunst steht. Auch heute noch sind die von Holthausen beschafften Figurenmodelle in der Werkstätte in Oberammergau erhältlich.

Beim sonntäglichen „Frühschoppen“ im Gasthof Vollmer-König hat es Vikar Göddeke es dann geschafft, den Fredeburger Unternehmern Kurt Hepelmann und Gerhard Gördes die Übernahme der Kosten von Ochse und Esel zu entlocken. Nur hatte er den beiden nicht die Preise dafür genannt. Erst als sie eingewilligt hatten, die Kosten zu übernehmen und dann die Rechnung dafür bekamen, sind sie „aus allen Wolken gefallen“, wie man so schön sagt.  Die beiden konnten ob der vielen „Zeugen“ beim Frühschoppen allerdings nicht mehr von ihrem Versprechen zurücktreten und haben so die Figuren gestiftet.
Der Krippenstall wurde von dem Holthauser Arnold Siepe geschaffen. Im Laufe der Jahre wurde, unter der Führung von Manfred Burmann, die Krippenfläche deutlich erweitert und ein komplett neuer Unterbau geschaffen sowie ein Wasserlauf eingebaut.
Die Krippe wird nun jährlich in der Woche vor Weihnachten auf einer Fläche von über 10 Quadratmetern von Mitgliedern des Kirchenvorstands und einigen Freiwilligen aufgebaut und bleibt i.d.R. bis Ende Januar stehen. Sie kann täglich von 9 – 17 Uhr besichtigt werden.

Peter Salamon


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