Schmallenberg vor dem Wilzenberg
KastanienKirche Bödefeld

Äußerlich gleich - inhaltlich immer anders...

Eindrücke der Wallfahrt von Arpe nach Werl vom 6. bis 8. Juli 2018

„Das kannst du aber als vollen Erfolg verbuchen!“ resümierte eine Teilnehmerin der Pilgerreise nach Werl. Sicher, ein schönes Kompliment an der Leiter der Wallfahrt. Aber genauer betrachtet sicher ein Kompliment an die Pilger und Pilgerinnen selbst, die sich zu Fuß auf die Strecke von rd. 68 Kilometern nach Werl gemacht haben. Ein voller Erfolg deshalb, weil sie die damit verbundenen Strapazen gemeistert und nicht aufgegeben haben, nur weil die Waden gezwickt haben oder der Fuß sich eine Blase gelaufen hat. Ein voller Erfolg ganz sicher aber deshalb, weil sie gespürt haben, dass Pilgern etwas mit einem macht; weil man seinen Gedanken freien Lauf geben kann, Dinge erkennt, die einem sonst nicht in den Sinn kommen; weil man Menschen in der Gruppe begegnet, mit denen es sich lohnt, Gespräche zu führen, bei denen man abladen kann, von denen man aber auch etwas zurückbekommt. Weil man Zeit und Muße hat, nachzudenken und weil man spürt, dass Gebete auch ein Stück weit helfen können.

Diese Erfahrungen ermöglichen der äußere und inhaltliche Rahmen der Wallfahrt. Äußerlich immer gleich mit Strecken und Pausen an traditionell festgelegten Orten und zu fixen Uhrzeiten. Inhaltlich aber immer unterschiedlich, insbesondere geprägt durch das Pilgeramt zu Beginn der Wallfahrt, bei dem Pastor Danne genau die richtigen Worte für die Pilger/innen und die gesamte Gemeinde gefunden hat und damit der Unternehmung einen feierlichen Rahmen gegeben hat. Inhaltlich insbesondere durch die Begegnungen bei Familie Eickhoff in Meinkenbracht, die mit einer Kaffee- und Kuchentafel schon erste Anmeldungen für das kommende Jahr ausgelöst haben. Der inhaltliche Höhepunkt des Tages und eine Überraschung für alle war der Empfang in der Westenfelder Pfarrkirche, St. Agatha. Gitarrenmusik und Liedtexte, Orgelspiel und eine schöne Ansprache waren sehr emotional. Danke an die Familie Fischer, die Wortgottesdienstleiterin Astrid Japes und den Kirchenvorstand Britta Kaiser.
Die Versorgung und Betreuung der Pilger/innen im Anschluss war auch in diesem Jahr perfekt; Klemens Funke kocht den besten Gulasch und die Gastfamilien verwöhnen ihre „Schläfer“ nicht nur mit Duschgelegenheit und einem bequemen Bett; das gemeinsame Gespräch verbindet.

Mit einem ausgiebigen Frühstück frisch gestärkt ging es samstags in aller Herrgott´s Früh um 06.00 Uhr weiter durch den Arnsberger Wald nach Wennigloh, wo Glockengeläut und weit geöffnete Türen der Pfarrkirche Franziskus-Xaverius die Pilger förmlich in das Gotteshaus hineinziehen, um einem spirituellen Gedanken zu lauschen. Nach kurzer Kaffeepause ging es schon weiter Richtung Ruhr bzw. Hüsten. Das die Wallfahrt so gut gelingen kann, liegt auch an vielen fleißigen Händen entlang der Strecke. So galt der Dank nach 15 Jahren Gastfreundschaft in Wennigloh den Frauen Richter und Blume, die in der Kirche und im Pfarrheim alles vorbereiten und Kaffee servieren.

Schweigen – wer kann das noch? 45 Minuten nicht sprechen mit den anderen in der Gruppe. Natur hören und spüren, Gedanken freien Lauf lassen, zu sich selbst kommen, und und und...
Der von der Gruppe liebevoll genannte „Schweigewald“ bietet mit dem schmalen Pfad und seiner Natürlichkeit beste Bedingungen hierfür. Dieses Stück des Weges will jeder erleben.

Der zunächst noch weit entfernte Turm der St. Petri Kirche in Hüsten ist plötzlich ganz nah; und die Glocken läuten für uns auch hier. In diesem Jahr spielt sogar die neue Chororgel zum Einzug; wenn auch eher ein Zufall, so war die Spontanität des Organisten eine sehr schöne Geste, die einen solchen Moment erfüllt. Dem Spiel der großen neu gestalteten Orgel war unser Gesang nicht mehr gewachsen; einfach nur eindrucksvoll. Zum Dank dafür, dass Pfarrer Maiworm Wort gehalten hat, und wir erneut Gast im Pfarrheim sein durften, war er zum Mittagstisch mit leckerer Gemüsesuppe, Erdbeerquark und Kaffee eingeladen. Ein Mittagstisch, wie ihn Familie Sandermann immer wieder liebevoll für uns zubereitet.

So leise der „Schweigewald“ war, so laut sind die Straßen durch Hüsten und auf dem Ruhrtalradweg entlang der Autobahn bei Neheim. Der Anstieg des „Totenberges“ ist da eher wieder entspannend, zumal er nicht so schwierig ist, wie sein Name annehmen lässt. Weiter durch Lüttringen zur Waterlappe und entlang der Getreidefelder zum Haarstrang hinauf. Junge Lieder, flott gesungen helfen uns, Tritt zu halten. Auf der Höhe des Haarstrangs der Blick auf Werl und die Türme der Basilika; nur noch 1,5 Stunden bis zum Ziel. Dazwischen noch Tee und Plattenkuchen auf dem Hof Rüsse auf der Blumenthaler Haar. Das ist lecker, stärkt noch einmal und wird vor allem liebevoll jedem einzeln gereicht.

Weiter Richtung Werl sind die persönlichen Anliegen jedes Einzelnen die Intention des letzten von insgesamt 12 gebeteten Rosenkränzen. Und schon kommen wir an; abgeholt in der Fußgängerzone von Messdienern und dem Franziskanerbruder. Glocken läuten zum Empfang, Freunde und Angehörige warten auf den Stufen vor der Basilika, neugierige Blicke entlang der Straße, durch die weit geöffneten Türen der Basilika hinein in ein großes
Gotteshaus, das von tönendem Orgelspiel durchdrungen wird – wir sind da! Und das Gnadenbild, Maria mit dem Kind auf ihrem Schoß, ist auch da; festlich und detailverliebt mit schönsten Blumen geschmückt. Ein unvergesslicher Moment, den man erlebt haben muss. Unsere Wallfahrtskerze wird angezündet.

Einer liebevollen Begrüßung durch die Franziskaner in der kurzen Andacht schließen sich Umarmungen durch Freund und Bekannte vor der Basilika an. Schöne Momente des Wiedersehens.

Die abendliche Lichterprozession, die Begegnungen mit anderen Pilgern, die Stadtprozession am frühen Sonntagmorgen, das Festhochamt mit den sehr persönlichen Worten von Erzbischof Becker, die Predigt von Pater Ralf Preker in der Schlussandacht und die liebevollen Grüße von ihm ins Sauerland sind Momente, die man in Werl nicht verpassen sollte.

Wer es selbst erleben möchte ist eingeladen: 05.- 07. Juli 2019 laufen wir wieder!

Der Dank gilt allen, die geholfen haben, diese Wallfahrt durchzuführen!

Hubert Sapp


Inhaltliche Impulse von den Stationen der Wallfahrt können wir aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht veröffentlichen, wer Anregungen braucht, kann diese sicher bei Hubert Sapp bekommen!

Eine der Pilgerinnen, Verena Tröster aus Wormbach, ist Journalistin in Köln und hat für das Domradio folgenden Beitrag über die Werlwallfahrt produziert:

Zum Audiobeitrag des Domradios:


Fußwallfahrt 2018 von Arpe nach Werl

Seit 35 Jahren pilgern Sauerländer zur Muttergottes nach Werl


Die Wallfahrt, mit einer Gesamtstrecke von etwa 68 Kilometern, beginnt in diesem Jahr am Freitag, den 06. Juli um 10.45 Uhr mit dem Pilgerhochamt in der St. Antonius-Kirche in Arpe. Nach der Zwischenübernachtung bei Gastgeberfamilien in Westenfeld erreicht die Pilgergruppe am Samstag, 7. Juli, um 16 Uhr, die Wallfahrtsbasilika in Werl. Dort wird zum Empfang der Arper Wallfahrer eine Begrüßungsandacht gehalten. Um 18 Uhr findet die Andacht zur Eröffnung des Festes statt. Um 22 Uhr nimmt die Gruppe an der Lichterprozession teil, anschließend wird im Jugendheim übernachtet. Am 8. Juli um 7 Uhr findet die Stadtprozession mit Pilgerhochamt (9.30 Uhr) im Klostergarten statt. Nach der Abschlussandacht um 13 Uhr wird die Heimreise angetreten.

Einige Pilger werden den Rückweg von Werl nach Arpe zu Fuß antreten. Sie werden am Montag, 9. Juli, gegen 18 Uhr, in der St.-Antonius-Kirche erwartet. Die Wallfahrt ist ein Programmpunkt des „Spirituellen Sommers 2018“ und bietet die Möglichkeit, an zwei Tagen in Gottes freier Natur über sich, Gott und die Welt nachzudenken. Bei dieser gemeindeübergreifenden Veranstaltung ist auch eine tageweise Teilnahme  möglich.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, am Samstag, 7. Juli, um 14 Uhr (ab Pfarrkirche Arpe), mit dem Bus nach Werl zu fahren.
Infos und Anmeldungen bei: Hubert Sapp, Arpe, 02971/87800.

Den Flyer zur Wallfahrt 2018 können sie hier herunterladen: FLYER WALLFAHRT

...zur Homepage der Werlwallfahrt

"In drei Tagen zu Fuß von Arpe nach Werl“

Reisebericht von 2017

Mit 39 Pilgerinnen und Pilgern traf die Arper Fußwallfahrt am Samstag, dem 01. Juli 2017 pünktlich um 16.00 Uhr in Werl ein. Bereits am Freitag starteten 31 Teilnehmer/innen in Arpe; 18 davon übernachteten bei Gastfamilien in Westenfeld. Ebenfalls 18 Teilnehmer/innen übernachteten im Jugendheim in Werl. Der älteste Teilnehmer war 77 Jahre alt; der jüngste 11 Jahre. Viele Teilnehmer stammen aus dem pastoralen Raum Schmallenberg- Eslohe; eine Teilnehmerin stammt aus Schloß Holte, ein Teilnehmer aus Wipperfürth. Insgesamt legten alle Pilger/innen zusammen rund 2500 Kilometer zu Fuß zurück; beteten unterwegs 12 Rosenkränze und sangen ungezählte Lieder.

Das Wetter zeigte sich am Freitag ausgesprochen freundlich: nicht zu warm, leichter Wind und ein kleiner Schauer, der nicht störte. Der Dauerregen am Samstag machte zwar den Schirm erforderlich, richtig gestört hat der Regen aber nicht, zumal sich nachmittags mit der Ankunft in Werl die Sonne zeigte.

Das alles sind reine Fakten der Wallfahrt, reine Äußerlichkeiten. Was aber macht eine solche Wallfahrt aus? Was empfinden Wallfahrer unterwegs? Was geschieht mit einem an zwei Tagen in Gottes freier Natur? Antworten kann dazu nur jeder Einzelne geben, weil das Erleben und die Erfahrungen individuell sind. Was aber dazu beiträgt, eine erlebnisreiche Wallfahrt zu haben, ist der Ablauf der Pilgerreise.

Ein festliches Pilgeramt in der St.-Antonius-Kirche in Arpe, bei dem Pfarrer Richter in seiner Ansprache den Sinn dieser Wallfahrt hervorhob. Die Segnung der Wallfahrtskerze und eines kleinen Kreuzes sowie der Pilgersegen zum Abschluss berühren ebenso, wie die liebevollen Abschiedsgrüße von Angehörigen und Gemeindemitgliedern.

Auf dem Weg zum ersten Zwischenziel, dem Marienbildstock auf dem Silberg, oberhalb von Arpe, steht die Begegnung der Pilger/innen untereinander im Vordergrund. Wer ist wieder mit dabei? Wer ist neu? „Wie geht es dir?“ „Wo kommst du weg?“ Es gibt einiges auszutauschen, bis es beim Marienbildstock heißt: Kerze anzünden, Angelus beten und für einen spirituellen Impuls aufmerksam zu sein. Schon geht’s weiter bis nach zwei Stunden die erste Rast in Kückelheim (Esloher Land) eingelegt wird. Hier hat jeder einen guten Appetit auf seine mitgebrachten „Bütterkes“, auf geschnittene Äpfel und Paprika oder auf die Süßigkeiten, die der Helfer der Malteser als Zugabe spendiert.

Schon geht´s weiter zum dritten und vierten Anstieg, die am ersten Tag bewältigt werden müssen. Sowohl der Bergrücken bei Fretterspring/Hasenknick als auch der steile Weg durch den Dümpel am ehemaligen Berghotel vorbei zum Birkenbruch treiben den Schweiß auf die Stirn. Für diese Strapazen entschädigt um 16.00 Uhr eine Kaffeepause mit heißem Kaffee und leckerem Erdbeerboden und Schlagsahne bei Familie Eickhoff in Meinkenbracht. Diese Gastfreundschaft gewährt die Familie bereits seit 26 Jahren; dafür bedankten sich die Pilgermit einem Präsent. Manch einer freut sich hier schon auf die Wallfahrt im kommenden Jahr. Über Linneper Hütte und Linnepe geht es anschließend nach Westenfeld.

Die Glocken der St.-Agatha-Kirche läuten zum Empfang. Pfarrer Klamann begrüßt die Pilger und beendet den ersten Tag mit einem spirituellen Gedanken und dem Segen. Das diese kleine Andacht die letzte Amtshandlung für Pfarrer Klamann gewesen ist, war für beide Seiten ein besonderer Moment. Alle guten Wünsche der Pilger begleiten den zukünftigen Pensionär in dessen neuen Lebensabschnitt.

Jetzt aber ab zum Abendessen: Familie Funke erwartet die Pilger in ihrem Gasthof; kühle Getränke und ein reichhaltiges und leckeres Abendessen lassen die Strapazen des ersten Tages vergessen. Kaum ist der Teller leer, stehen schon die Gastgeber bereit, um ihre „Pilger“ abzuholen. Dank der liebevollen Unterstützung des Westenfelder Pfarrgemeinderates ist es gelungen, wieder neue Gastgeber zu gewinnen, welche Fußpilger kostenlos über Nacht aufnehmen und beherbergen. Dankeschön an Westenfeld!

Früh aufstehen heißt es am Samstagmorgen; trotz wenig Schlaf geht es Punkt 06.00 Uhr nach dem gemeinsamen Frühstück im Gasthof Funke weiter. Der Regen kann den Pilgern nichts anhaben. Um 08.00 Uhr hallt der Glockenschlag der Pfarrkirche Franziuskus- Xaverius in Wennigloh den Pilgern entgegen. Es ist ein ergreifender Moment, durch die weit geöffneten Türen in diese schöne Kirche einzuziehen. Ein Moment der Stille und des Nachdenkens kennzeichnet diesen Aufenthalt. Anschließend heißt es, sich stärken bei einem zweiten Frühstück im Jugendheim. Frau Richter und Frau Blume als die guten Seelen der Pfarrgemeinde haben Kaffee gekocht; der tut gut!

Von Wennigloh geht es nun hinunter an die Ruhr und weiter nach Hüsten.  Auf dieser Etappe liegt der „Schweigewald“. Über einen schmalen Pfad mitten durch den Wald gehen; den Vögeln, dem Wind und der Natur lauschen; seinen eigenen Gedanken nachgehen; kein Wort das stört - einfach nur Stille. Viele Teilnehmer freuen sich auf diese 45 Minuten.
„Ein Haus voll Glorie schauet …“ singt die Gruppe bei der Ankunft in der St. Petri Kirche in Hüsten, während auch ihre Glocken zu unserem Empfang läuten. Der Hunger auf die leckere Gemüsesuppe und den Erdbeerquark scheint in diesem Jahr besonders groß zu sein; hätten wir doch fast das Tischgebet vergessen. Familie Sandermann, die uns seit Jahren treu versorgt, freut sich über so viel Lob.

Doch plötzlich kommt Spannung auf: Bleibt den Pilgern aus Arpe diese „Raststätte“ erhalten? Frau Sandermann geht im kommenden Frühjahr in den Ruhestand; wie steht der neue Pfarrer Daniel Maiworm zu dieser Veranstaltung. Dieser stellt bei seiner Begrüßung schnell klar: „Bewährtes bleibt!“ Der Applaus der Arper Pilger/innen ist im sicher. Und auch Frau Sandermann wird uns auch in ihrem Ruhestand weiter versorgen. Dankeschön!

Schon geht´s weiter durch den hektischen Verkehr in Hüsten zum Ruhrtalradweg; endlos scheint diese Etappe über den geteerten Weg. Danach der Anstieg zum „Totenberg“, der sich schlimmer anhört, als er tatsächlich ist. Von dort geht es weiter Richtung Haarstrang und Börde; freie offene Felder kennzeichnen den Weg; die Sauerländer Wälder liegen hinter uns. Der Regen lässt nach und nach dem letzten Anstieg auf den Haarstrang lässt sich das Ziel der Wallfahrt erkennen: die Türme der Wallfahrtsbasilika. Das macht Mut, auch die letzten Kilometer zu bewältigen. Eine letzte Erfrischung und Stärkung gibt es auf dem Hof Rüsse, an der Blumenthaler Haar. Tee und leckerer Plattenkuchen werden uns serviert. Jetzt sind es nur noch 45 Minuten bis zur Ankunft; der letzte Rosenkranz, der gebetet wird, gilt den persönlichen Anliegen eines jeden Einzelnen von uns. Schon vor der Fußgängerzone erwartet uns Pater Ralf in Begleitung zweier Ministranten. Auch unsere Gemeindereferentin Irmtrud hat es sich nicht nehmen lassen, uns in Werl zu begrüßen.

Der Einzug in die Wallfahrtsbasilika mit Glockengeläut und dem Spiel der Orgel ist für jeden, der mitgegangen ist, ein hoch emotionaler Moment. Unsere Wallfahrtskerze wird angezündet. Pater Ralf kennt die Geschichte der Arper Wallfahrt und kann froh gelaunt verkünden: „Das Menske ist zu Hause und da bleibt es auch!“

Angekommen! In Werl - bei der Gottesmutter Maria - und vielleicht auch bei sich selbst. Ein Moment zum Innehalten für jeden!

Nach den Begrüßungsandacht warten draußen schon Freunde und Verwandte, Ehepartner und Kinder. „Wie war es?“ wollen alle neugierig wissen. „Es war schön, richtig schön!“ ist allenthalben zu hören.

Weiter geht’s zum Jugendheim der Probsteikirche; Frau Ferber hält den Schlüssel für uns bereit und begrüßt uns herzlich. Alles ist wie immer gut vorbereitet. Schnell die Matratzen hergerichtet, Duschen und Waschen, denn um 18.00 Uhr will niemand den feierlichen Einzug der 130 Pilger aus Much (Bergisches Land) verpassen.

Der Abend mit der Lichterprozession, der Sonntag mit Stadtprozession und Festhochamt auf dem Kreuzwegplatz und die Schlussandacht sind weitere Höhepunkte der 3tägigen Wallfahrt. In Werl hat aber auch jeder genug Zeit für sich und seine eigenen Pläne.

Bereits vor der Schlussandacht am Sonntag sind die Matratzen wieder verladen; das Jugendheim ist sauber; Zeit um Abschied zu nehmen. Frau Ferber hat schon für kommendes Jahr reserviert, der Bus für die Rückfahrt steht bereit. Herzliche Umarmungen und „Bis nächstes Jahr!“.

Doch: nicht alle fahren mit zurück. 4 Mann -begleitet vom Tarnsportwagen- machen sich zu Fuß auf den Rückweg; natürlich mit Wallfahrtsfahne. 14.00 Uhr ab Werl; 21.00 Uhr Ankunft Arnsberg, SGV-Jugendhof; 08.30 Uhr ab Arnsberg; 18.30 Uhr Ankunft in Arpe. Das sind die äußerlichen Werte dieses Rückmarsches, der inhaltlich sicher besonders intensiv ist. Dazu müsste man die vier bzw. fünf selbst befragen.

Der Dank gilt allen, die geholfen haben, diese Wallfahrt durchzuführen!

H. Sapp

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